
(bs – 8.2.18) Der Baden-Württembergische Landesverband für Prävention und Rehabilitation, dessen Geschäftsstelle in Renchen sitzt und dessen Geschäftsführer Christian Heise ist, betreibt eine Psychosoziale Beratungs- und Behandlungsstelle für Alkohol-, Drogen- und Medikamentenprobleme und Spielsucht in Wiesloch mit Außenstellen in Walldorf und Eberbach, sowie Sprechstunden in St. Leon-Rot und in der Arztpraxis von Dr. Michel in Ladenburg. Die Beratungsstelle verfügt über 6,5 geförderte Fachkraftstellen, die auf aktuell 9 Personen verteilt sind. Die Leiterin der Beratungsstelle Laura Weiss stellte sehr engagiert die Zielhierarchie der Beratungsstelle (Nichtkonsumenten/Innen unterstützen, Erstkonsum aufschieben, Menge/Häufigkeit reduzieren, bei Abhängigkeit Therapie einleiten) vor.
Dazu gibt ein umfangreiches Angebotsspektrum:
- Beratung und Betreuung von Menschen mit Suchtproblemen & die Fragen zum Thema Sucht haben, sowie Angehörigenberatung
- Vermittlung in ambulante, teilstationäre oder stationäre Entwöhungsbehandlung
- ambulante Entwöhnungsbehandlung
- ambulante Nachsorgebehandlung
- psychosoziale Begleitung von Substituierten
- Veranstaltungen zur Suchtprävention
- ISI – Information, Sekundärprävention, Intervention, ein Angebot für erstauffällige Drogenkonsumenten
- externe Mitarbeiterberatung für Betriebe ehemals betriebliche Sozialberatung
- Raucherentwöhnungskurse
- Trainingsprogramm „Kontrolliertes Trinken“
- Seminare für suchtmittelauffällige Kraftfahrer
- aufsuchende Beratung im Jobcenter Rhein-Neckar-Kreis
- Kooperation mit der Suchtambulanz für Computer-Spielsucht und übermäßige Mediennutzung des ZPP Heidelbergs, vormals IDBB
Zusammenarbeit mit Selbsthilfegruppen - Arbeit mit der Gesundheitsplattform www.feelok.de, die unter der Trägerschaft des bwlv steht
Eine große Herausforderung stellt die Finanzierung der Fachstelle dar. Der Soll-Ist-Vergleich bis 11/2017 enthält ein Defizit von rund 55.000 €.. Das Anliegen der Fachstelle Sucht in Wiesloch wird von der CDU als sehr wichtige Aufgabe angesehen, die unterstützt werden muss.
Bruno Sauerzapf, CDU Fraktionsvorsitzender