Gemeinderat: VfB-Hartplatzverkauf & U3 für Elisabeth-Ding KiGa beschlossen

Platanenast mit Massaria-Befall
(fwu) In großer Einmütigkeit hat der Gemeinderat in seiner gestrigen Sitzung vom 26. April den Verkauf des alten VfB-Hartplatzes für 2,3 Mio € an die Baufinanz beschlossen. Bei nur einer Gegenstimme herrschte bezüglich des Verkaufs allgemeiner Konsens, lediglich über die Frage ob und wieviele Bäume des vorhandenen Bestandes erhalten werden sollten, wurde kontrovers diskutiert. Da der Erhalt der Bäume (Kastanien und Platanen) eine sehr teure Angelegenheit geworden wäre – der Kaufpreis wäre beim Erhalt nur der Platanen um über 450.000 € gesunken und ein massiver Rückschnitt wäre dennoch erforderlich gewesen – entschied sich der Gemeinderat mit den Stimmen von CDU / FDP (Mitteilung der FDP dazu <hier>) und Freie Wähler für einen Verkauf ohne Auflagen und zum vollen Preis (17 Fürstimmen).
SPD und GALL waren zwar für den Verkauf des Platzes, hatten allerdings trotz der hohen Kosten für den Erhalt der Platanen gestimmt (11 Fürstimmen). Dies nicht, weil die Platanen als nicht einheimische Baumart besonders schützenswert wären, sondern um den Wünschen des Bürgerbegehrens zu entsprechen, das ja anfänglich als „Bauschützerbegehren“ gestartet war. Lediglich
Die Linke war generell gegen einen Verkauf des Hartplatzes. Nach diesem positiven Verkaufsbeschluß hat die Stadtverwaltung nun „grünes Licht“ die Verträge mit der Baufinanz zu schließen.
Noch einmütiger wurde ein erst vor kurzer Zeit eingebrachtes Thema zum positiven Abschluß gebracht: Der Ausbau des Elisabeth-Ding-Kindergartens durch eine Erweiterung um zwei weitere Gruppen à 10 Kinder. Hierfür ist der Ferdinand-Reidel-Saal im 2. OG des Kindergartens, bisheriger Tagungsort des Gemeinderates, vorgesehen. Der Gemeinderat stimmte in dieser Frage sogar einstimmig dafür, ohne schon zu wissen, wo er denn künftig tagen werde.
Eine Reihe von Alternativen für den künftigen Sitzungsort wurden diskutiert, eine Entscheidung hierüber wird aber erst auf späteren Sitzungen getroffen werden können.
Die Nettokosten der Kindergarten-Erweiterung liegen übrigens ziemlich genau auf dem Niveau, daß der Erhalt der Platanen verursacht hätte. Bei der angespannten Finanzlage der Stadt hätte man also auch formulieren können: „Kindergartenerweiterung ODER Platanenerhalt“. Wo das Herz des Gemeinderates primär schlägt, dürfte nach diesen Entscheidungen außer Frage stehen.
Als interessanten Detail am Rande sei vermerkt, daß die „Bauschützerfraktion“ des Bürgerbegehrens durch Abwesenheit glänzte, während die Ausbaubefürworter des Elisabeth-Ding-Kindergartens immerhin mit 16 Personen den Verhandlungen des Gemeinderates beiwohnten und starke Präsens zeigten.

Bürgermeisterin Claudi Felden - hier bei der Amtseinführung durch OB Ernst
Da der Oberbürgermeister wegen Krankheit verhindert war, wurde erstmals eine Gemeinderatssitzung von Bürgermeisterin Claudia Felden geleitet, die auch diese Aufgabe absolut souverän absolvierte.

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